Unrittigkeit / plötzlicher Leistungsabfall

Sowohl in der Freizeitreiterei als vor allem auch im Bereich des Pferdesports ist ein weiteres Problem weit verbreitet: Ein Pferd zeigt plötzlich oder schleichend einen unerklärlichen Leistungsabfall oder eine Unrittigkeit. Lektionen, die bereits „saßen“ und problemlos ausgeführt werden konnten, werden plötzlich zum Problem. Ein Springpferd zieht vielleicht ohne erkennbaren plötzlich nicht mehr zum Hindernis oder fängt sogar plötzlich an, Sprünge zu verweigern, was bis dahin völlig ungewöhnlich war. Eine Lahmheit ist jedoch nicht erkennbar.

 

Nun stellt sich jedem Reiter die Frage, ob das Pferd tatsächlich ein Problem hat oder gar Schmerzen, die es daran hindern, die gewünschte Leistung zu zeigen. Oder hat es vielleicht gerade seine Flegelphase oder einfach keine Lust, handelt es sich um ein Dominanzproblem, will es seine Kräfte messen, ist es vielleicht einfach stur?

 

Wir alle wissen, dass es solche Phasen oder Tage gibt und dass man sich als Reiter gelegentlich einfach durchsetzen muss – einer muss schließlich sagen, wo es lang geht. Aber natürlich will auch Niemand ungerecht sein und von seinem vierbeinigen Partner etwas verlangen, was dieser im Moment aus physischen Gründen einfach nicht leisten kann. Aber wie unterscheiden wir nun das eine vom anderen?

 

Da man zunächst nicht einmal sicher sein kann, ob überhaupt ein körperliches Problem vorliegt, weiß man natürlich auch nicht, wo man eigentlich suchen soll. Daher kommt man in diesen Fällen mit den gängigen Untersuchungsmethoden und bildgebenden Verfahren auch kaum weiter, u.a., weil diese eben auch nicht das ganze Pferd abbilden.

 

Durch eine Ganzköper-Untersuchung mit der Thermografiekamera lassen sich auch in solchen Fällen häufig Problemstellen auffinden, so dass das Problem diagnostiziert und behoben werden kann - und dies dann erfreulicherweise auch noch in einem recht frühen Stadium. Die Heilung wird somit wesentlich schneller vonstatten gehen, als wenn man erst das Auftreten einer Lahmheit abgewartet hätte, also das Stadium, in dem das Pferd nicht mehr die Möglichkeit hat, das bestehende Problem durch Überlastung anderer Körperbereiche zu kompensieren.

 

Natürlich wird man bei einer thermografischen Ganzkörper-Untersuchung manchmal auch nichts finden. Aber das ist dann ja auch eine wichtige Information. Wenn es kein körperliches Problem gibt, muss man als Reiter jedenfalls keine Angst haben, durch Beibehalten der Anforderungen an das Pferd u.U. die Entstehung einer ernstlichen Verletzung zu provozieren. Dann befindet man sich mit seinem Pferd vielleicht gerade wirklich einfach nur in einer schwierigen Phase. Möglicherweise ist es dann sinnvoll, z.B. das Training abwechslungsreicher zu gestalten, die Haltungsbedingungen zu verändern oder ähnliches.

 

 

 

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© Pferdethermo-Nord Beate Schneider

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