Wie läuft die thermografische Untersuchung ab?

Die Thermografieuntersuchung erfolgt grundsätzlich bei Ihnen im Stall. Sie müssen Ihr Pferd also nicht verladen, es bleibt in seiner gewohnten Umgebung. Die Untersuchung ist absolut non-invasiv. Ihr Pferd muss also nicht sediert oder anderweitig medikamentös behandelt werden. Der Thermograf muss das Pferd während der Untersuchung noch nicht einmal berühren, was besonders bei jungen oder nervösen Pferden ein großer Vorteil sein kann. Gerade bei sehr jungen Pferden ist oft eine herkömmliche Lahmheitsuntersuchung (wie das „Abspritzen“ der Gelenke, Beugeprobe, etc.) nur schwer durchführbar. Gerade auch in solchen Situationen, leistet die Thermografiediagnostik erhebliche Dienste.

 

Vor Beginn der eigentlichen Untersuchung werden augenscheinliche Veränderungen am Körper (wie z.B. Narben, äußerlich sichtbare Verletzungen, Brandzeichen, etc.) genau inspiziert und protokolliert. Dies ist wichtig, um bei der Auswertung der Bilder Fehlinterpretationen zu vermeiden, da vorhandene Veränderungen der Hautoberfläche auf den gefertigten Wärmebildern hinterher sichtbar sein werden.

 

Danach werden die Thermografiebilder angefertigt, und zwar nach festgelegten Aufnahmestandards, die gewährleisten, dass alle Körperareale korrekt erfasst werden, um hinterher eine unverfälschte und genaue Auswertung zu ermöglichen. Pro Pferd müssen für eine komplette Untersuchung zwischen 45 und 50 Aufnahmen gemacht werden. (Teiluntersuchungen mit nur wenigen Bildern und damit auch geringerem zeitlichen und finanziellen Aufwand sind grundsätzlich nicht sinnvoll. Sie werden daher von mir nur nachträglich zur Kontrolle (z.B. während der Rehabilitationsphase) angeboten, wenn im Vorfeld bereits eine komplette thermografische Untersuchung erfolgt ist.)

 

Sind die Aufnahmen gemacht, beginnt die eigentliche Analysearbeit am Computer. Die getätigten Aufnahmen werden mit Hilfe einer speziellen Software von mir ausgewertet, dokumentiert und beurteilt. Sie als Pferdebesitzer bekommen anschließend von mir einen ausführlichen Bericht mit allen im Fall Ihres Pferdes relevanten Bildern sowie deren Bewertung. Diesen Bericht können Sie dann je nach Bedarf an Ihren Tierarzt, die Klinik oder einen sonstigen Therapeuten weiterleiten. Besonders schön an der Pferdethermografie ist für Sie als Pferdebesitzer aber auch, dass Sie thermografische Beurteilung Ihres Pferdes anhand der fertig bearbeiteten Bilder selbst werden nachvollziehen können – im Gegensatz zum Beispiel zu Röntgen- oder Ultraschallbildern, die letztlich nur ein Tierarzt „lesen“ kann.

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© Pferdethermo-Nord Beate Schneider

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